Reibschweißverfahren - wozu eigentlich?

Das Reibschweißverfahren punktet speziell bei Aluminiumwerkstoffen mit speziellen Vorteilen. Da extreme Porenbildung und die so genannte Heißrissproblematik nicht auftreten, bietet sich das Reibrührschweißen besonders an. Das liegt daran, dass die Bildung der Schweißverbindung bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes ohne die für konventionelle Schweißverfahren typischen flüssigen oder sogar dampfförmigen Phasen erfolgt.

Ein weiterer Vorteil ist bei den Materialien auszumachen: Auch solche metallischen Werkstoffe, die mit konventionellen Schweißverfahren schwierig zu fügen sind, lassen sich mit Reibschweißverfahren hervorragend fügen. Es werden außerdem keine Zusatzwerkstoffe benötigt. Ebenfalls überzeugend ist das Endergebnis. Die erzielbare Nahtfestigkeit bei Reibschweißverfahren ist nämlich sehr hoch und es werden lediglich niedrige Fügetemperaturen benötigt, wodurch der Verzug aufgrund minimaler Schweißeigenspannungen gering ist. Außerdem decken die Mischverbindungen ein breites Spektrum ab. Bei dieser Arbeitsweise wird auf Schutzgas verzichtet, der Prozessablauf ist einfach beherrschbar und daher nicht fehleranfällig.

Zu beachten ist, dass die Prozesskräfte teilweise relativ hoch sind. Eine 3D-fähige Verwendung des Schweißwerkzeuges ist durch den erforderlichen Kontakt von Schulter und Bauteil nur eingeschränkt möglich. Beim Austreten des Werkzeuges am Ende der Schweißnaht entsteht ein Krater.

Wenn Sie Fragen zu unserem Reibschweißverfahren oder einer speziellen Anwendung haben, kontaktieren Sie uns jederzeit für eine kompetente Beratung:

+49 4151 87 94 571 (Büro)
buero@schweissen-aber-sicher.de

+49 4151 87 94 569 (Christoph Schilling)
christoph.schilling@schweissen-aber-sicher.de